!!! Achtung Hochspannung !!!

Der Nachbau der unten gezeigten Schaltung geschieht auf eigene Gefahr !

 

Sprühpistole zum Pulverbeschichten.

Zur Hochspannungserzeugung verwende ich eine Zündspule die von einem NE555 über einen IRFP460 getaktet wird. Die Betriebsspannung für den NE555 habe ich (ist leider auf dem Schaltplan nicht eingezeichnet) vom Trafo bezogen, mittels Brückengleichrichter gleichgerichtet und mit einem Spannungsregler LM7809 stabilisiert. Siebkondensatoren habe ich in der Spannungsversorgung der Steuerplatine selbstverständlich auch eingebaut :-)

Der verwendete Trafo stammt aus der Bastelkiste und liefert 2x15V /3A.

Die Spannungsversorgung der Zündspule an Klemme 15 ist eine einfache gleichgerichtete Spannung von 17V und wird über einen Taster freigeschaltet sodaß die Hochspannung nur im Bedarfsfall anliegt. (Im Bild der grüne Taster)

Die Hochspannung habe mit einem Zündkabel (gibt es als Meterware z.B. in der Bucht) zur Pistole geführt.

Die Erdungsklemme ist an Klemme 1 der Zündspule angeschlossen.

 

Auf dem Bild unten zu sehen sind:

Links oben: Trafo mit der Gleichrichtung für die Zündspule, Sicherung

Rechts oben: Ansteuerschaltung mit Spannungsversorgung

Rechts unten: Zündspule

Die Sprühpistole Version 1.

Die Elektrode ist die Schraube die durch die Ausblasöffnung der Pistole geht und an welcher das Zündkabel angeschlossen ist.

Das Ausblasrohr ist ein aufgebohrter Teflonrundstab.

Nachteile waren:

Zu hoher Luftdruck, dadurch haftet das Pulver nicht richtig am Werkstück da das Pulver mit der Luft wieder von der Oberfläche weggeblasen wird.

Geht man weiter vom Werkstück weg wird zu viel Pulver verschwendet, wird der Luftdruck reduziert reicht der Unterdruck in der Pistole nicht mehr um genügend Pulver aus dem Vorratsbehälter anzusaugen.

Die Sprühpistole Version 2

Bei dieser Version wird die Druckluft an den Boden des Vorratsbehälters geblasen. Dadurch wird das Pulver aufgewirbelt und mit dem Luftstrom durch das Ausblasrohr an der Elektrode entlang zum Werkstück geleitet.

Das Ausblasrohr besteht aus Kunststoffrohr PG20, darin befindet sich eine Kupfermuffe mit 18mm Durchmesser als Teil der Elektrode.

Die Elektrode besteht aus einem Schweißstab der an einem Ende Z-förmig gebogen und in der Kupfermuffe mittig aufgelötet ist damit er sich zentral im Ausblasrohr befindet.

Als Vorratsbehälter habe ich ein Marmeladenglas verwendet.

Die Durchführungen sind normale Kabeldurchführungen mit Verschraubung aus dem Elektrozubehör.

Für das Ausblasrohr musste ich die Überwurfmutter der Verschraubung oben aufbohren und etwas rund schleifen.

Die Rohre wurden dann mit Silikon verklebt und abgedichtet.

 

Aus Kupferblech habe ich einen Montagewinkel gebogen und verlötet an dem dann der Deckel und die Ausblaspistole verschraubt wurden. Das Rohr der Ausblaspistole wurde um 90° abgewinkelt und passend gekürzt. Zusätzlich habe ich der Pistole ein Regelventil aus dem Aquarienzubehör spendiert damit die Luftmenge regulierbar ist. Das Ventil ist mit Adapterstücken (1/8" auf 1/4") direkt mit der Pistole verschraubt.

 

ACHTUNG UPDATE !!!

In die Zuleitung zur Hochspannungselektrode in der Pistole muss ein Gleichrichter (geeignete Dioden sind z.B. GP02-40 o.ä., davon 10 Stück in Reihe schalten)

Ansonsten lädt sich das Pulver nicht richtig auf.

Alternativ kann das zu pulvernde Werkstück auch vorgewärmt (Ca 160-180°C ) werden, dann kann man sich den ganzen Zauber mit der Hochspannung sparen.

So und nun letzendlich noch ein paar Bilder von den erzielten Ergebnissen, hier pulverbeschichtete Pilker.


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